Achtsamkeit

Heute wird immer wieder von Achtsamkeit gesprochen. Es stellt sich manchen die Frage, wie man im Alltag achtsam sein kann.

Achtsam bedeutet, ohne Bewertung und mit offenem Bewusstsein den gegenwärtigen Moment mit allen Sinnen wahrzunehmen. Leider gelingt das im Alltag nur mehr wenigen Menschen. Der Augenblick in dem wir uns befinden entgeht uns, weil unsere Gedanken um andere Dinge kreisen, wie z.B. was wird gekocht, wann muss das Kind zum Fußballtraining, es sollte noch eine Geburtstagsfeier geplant werden, etc.. Damit befinden wir uns im sogenannten "Autopilotmodus", der uns davon abhält, den Augenblick wirklich zu erleben. 

Achtsamkeit erfordert höchste Konzentration in der gegenwärtigen Situation, um voll und ganz im Hier und Jetzt zu sein. 

Der Ursprung der Achtsamkeit geht auf den Buddhismus zurück und Buddha beschreibt vier Grundlagen der Achtsamkeit:

1. Achtsamkeit auf den Körper

2. Achtsamkeit auf die Gefühle und Emotionen

3. Achtsamkeit auf den Geist

4. Achtsamkeit auf geistige Objekte


Es geht hierbei um die Erforschung des eigenen Selbst und darum zufrieden zu sein.

Wenn man achtsam durch sein Leben geht, fördert dies unsere Empathie, den Respekt und die Achtung vor anderen Menschen, Tieren und die Natur. Man entwickelt eine gewisse Stressresistenz durch einen klareren Blick auf die Situation und kann seine eigenen negativen Bewertungsmuster in den Hintergrund rücken lassen. Durch das bewusste Sehen und Erkennen erhält man mehr Weitblick und fördert auch seine persönliche Entwicklung. Zu guter Letzt führt die Achtsamkeit auch zu einer gewissen Demut, d.h. man kann sich selbst in den Hintergrund stellen und eine bestimmte Situation annehmen ohne darüber zu jammern. Dies bedeutet vor allem Mut, sich von Vorurteilen zu befreien und damit anderen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Man befreit sich aber auch von seinem eigenen Hochmut. 

Wir sollten alle etwas mehr Achtsamkeit an den Tag legen und die kleinen Wunder des täglichen Lebens, wie z.B. das Quaken der Frösche oder den Wind, der einen stürmisch um die Nase weht,  wahrzunehmen und den Ärger darüber nicht aufkommen zu lassen. Das kostet nur unnötige Energie und bringt niemanden etwas. Aber die Konzentration auf den Augenblick hilft uns, sich rundum wohl zu fühlen.


Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden. 

(Buddha)



Achtsamkeit kann man lernen und als Dipl. Achtsamkeitstrainerin begleite ich gerne alle, die sich in ihrem Leben wieder pudelwohl fühlen möchten.


Erstellt: 05.03.2022
Copyright und Foto: Silvia Prinz